Lehrbeginn 2010

Einleitung

Meine Ausbildung zur Kauffrau fing mit einer Einführungswoche an, welche alle neuen Lernenden zusammen verbrachten. Die erste Begegnung war zwar etwas distanziert, dennoch verstanden wir uns auf Anhieb super und entdeckten später viele Gemeinsamkeiten. Durch die intensive Betreuung der verantwortlichen Berufsbildner, die Besichtigungen und Schulungen wurde mir noch einmal bestätigt, im richtigen Unternehmen zu sein. Im unten stehenden Bericht habe ich die Punkte erwähnt, welche mir grosse Eindrücke hinterlassen haben.

IPERKA

IPERKA ist eine Arbeitsmethode mit 6 Schritten, welche dazu dienen, ein Projekt zu bewältigen. Jeder Buchstabe steht für einen Arbeitsschritt und hat eine hohe Wichtigkeit. Man beginnt mit dem Informieren. Es werden alle notwendigen Angaben über den bevorstehenden Auftrag beschafft. Beim Planen geht es darum, sich den Weg zum Ziel vorzustellen. Notizen und Skizzen werden festgehalten, der Zeitbedarf wird geschätzt und bei Arbeiten im Team die Arbeitsverteilung festgelegt. Sind Information und Planung optimal gelungen, fällt das Entscheiden in der Regel nicht mehr schwer. Die bestmögliche und sinnvollste Lösung wird gesucht, anbei wird nochmals überprüft, ob die Bedingungen erfüllt werden. Nun kommen wir zu Schritt 4, dem Realisieren. Es beinhaltet den zeitlichen Hauptteil einer Aufgabe und ist die Basis zur Ausführung des Projekts. Jede ausgeführte Arbeit ist zu Kontrollieren, um Fehler oder Schwachstellen aufzudecken. Der Buchstabe A steht für Auswerten und ist das letzte Vorgehen dieser Methode. Man zieht ein Fazit aus der Arbeit und überlegt sich, was beim Projekt gelernt wurde, welche Verbesserungsmöglichkeiten es gibt und notiert sich jegliche Erfahrungen und Erkenntnisse auf. Eventuell holt man sich ein Feedback von einem Auftragspartner und zieht Schlüsse daraus, welche beim nächsten Konzept beachtet werden. Je öfter diese Technik angewendet wird, desto einfacher lässt sie sich anwenden und garantiert den sicheren Erfolg zum vorgesehenen Ziel.

Maschine und Produkt

Die Firma Besi Switzerland AG produziert Hightech-Maschinen für die Herstellung von Chips. Die eine Maschine heisst Die Bonder und setzt die Siliziumchips auf eine Trägerplatte. Mit dem Wire Bonder werden die Siliziumchips mit feinen Drähten verbunden. Da die Firma Besi weltweiter Marktleader im Die Bonder Geschäft ist, wird zukünftig das Hauptgeschäft auf diesem Typ basieren. Die Maschinen besitzen allerhöchste Hightechkomponenten, somit sind sie kostspielig in Forschung und Entwicklung.

Outdoor – Nachmittag

Der erste Höhepunkt fing bereits am Montagnachmittag an, wo wir zusammen in den Steinhauser Wald fuhren. Ziel dieses Outdoors Training war, verschiedene Übungen und Spiele im Team zu meistern. Dabei konnten wir das gelernte IPERKA anwenden, welches nicht zu unterschätzen war. Beim gemeinsamen Mittag- und Abendessen lernten wir unsere neuen Arbeitskollegen noch besser kennen.

Was habe ich alles kennengelernt

Ich war umgeben von lieben Mitmenschen, Lernende und dem Berufsbildungsteam, die mir die Strukturen der Besi instruierten. Durch das Reglement habe ich die Rechte und Pflichten kennengelernt. Ich habe mich intensiv mit dem Produkt auseinandergesetzt, um die Materie zu verstehen. Der Umgang mit dem Computer und den elektronischen Daten hat einen sehr hohen Stellenwert. Erste Eindrücke zur praktischen Tätigkeit zeigten mir einen möglichen Arbeitstag.

Mindmap

Von wichtiger Bedeutung ist meiner Meinung nach das Thema Mindmap, das wir zusammen als Team erarbeitet haben. Beim Mindmap notiert man die Gedanken nicht wie bei normalen Notizen unter- oder nebeneinander, sondern stellt das Hauptthema in die Mitte des Blattes. Auf Linien, die von der Mitte aus gehen, notiert man Schlüsselwörter, wodurch eine bildhafte Darstellung der Gedanken entsteht. Mindmaps können generell überall eingesetzt werden. Man kann sie für Präsentationen, Vorträge sowie Plakate verwenden. Einfache Grundregeln, wie beispielsweise unlinierte Blätter einsetzen oder das Papier im Querformat halten, lernten wir durch unsere Ausbildungsverantworlichen kennen. Das Mindmap bringt enorm viele Vorteile und mir gefiel besonders, dass der Kreativität freien Lauf gelassen werden konnte.

Erfolgsfaktoren

Besonders aufschlussreich waren die Tipps und Tricks, um in der Berufsschule sowie im Betrieb zu glänzen. Erfolg entsteht nicht umsonst. Erfolg entsteht durch Willen, Fleiss und überdurchschnittlichem Engagement. Um im Beruf Karriere zu machen, gehören nicht nur gute Methoden- und Fachkompetenzen dazu, die Einstellung sollte ebenfalls passen.

Schlusswort

Es war eine interessante wie auch informationsreiche erste Lehrwoche, die mir in bester Erinnerung bleibt. Jeder einzelne Tag war faszinierend und abwechslungsreich. Die Einführungswoche wurde hervorragend organisiert und unterrichtet. Die ersten Tage waren mit so viel Neuland verbunden, dass diese positiven Eindrücke zuerst verarbeitet werden müssen. Mit dieser Basisausbildung freue ich mich, in die Berufswelt einzusteigen und auf eine spannende Lehrzeit bei Besi.

September 2010, Tamara Hüsser, Kauffrau 1. Lj