Lehrbeginn 2013

Tag 1 - Montag

Ankunft

Aufgeregt und gespannt betrat ich am 12.08.2013 zum ersten Mal meinen neuen Ausbildungsplatz bei der Besi Switzerland AG. Nach anfänglichem kollektivem Anschweigen beim Warten an der Reception,wurden wir von unseren Berufsbildner freundlich begrüsst und langsam in die Tätigkeiten der Firma eingeführt.

IPERKA

Eine wichtige Theorie, die uns am ersten Tag vermittelt wurde, ist das sogenannte „IPERKA- Modell“. Bei diesem Modell handelt es sich um eine Arbeitstechnik, mit welcher eine erfolgreiche Projetkdurchführung ermöglicht wird. IPERKA ist eine Abkürzung, welche aus den jeweiligen Anfangsbuchstaben der sechs einzelnen Teilschritte besteht:

I   = Informieren
P = Planen
E  = Entscheiden
R = Realisieren
K = Kontrollieren
A = Auswerten

Für eine erfolgreiche Projektdurchführung ist jeder der sechs Schritte gleichermassen wichtig. Wenn auch nur einer dieser Schritte ausgelassen wird, ist ein erfolgreicher Abschluss nicht möglich. Abweichungen kann es jedoch bei der investierten Zeit in die einzelnen Schritte geben. Dies muss individuell dem Projekt angepasst werden. Um den aktuellen Projektstand zu überwachen ist es wichtig, von Zeit zu Zeit eine Überprüfung des Ist- gegenüber des Sollstands zu machen.

Nach der Theorie folgte die Praxis. Als Anwendungsbeispiel erhielten wir ein Puzzle, welches wir anhand eines Plans in möglichst kurzer Zeit zusammenbauen mussten. In einer ersten Phase hatten wir 50 Minuten Zeit um uns zu organisieren und auf den „Showdown“ vorzubereiten. Wir überlegten uns unterschiedliche Methoden, wie wir uns organisieren könnten. Dabei war es wichtig, dass wir jeden der einzelnen Schritte von IPERKA beachteten. Mit etwas Hilfe von aussen gelang es uns zum Schluss, das Puzzle in möglichst kurzer gemeinsam zusammenzubauen.

Abschluss

Zum Abschluss eines spannenden aber auch anstrengenden Starts, liessen wir den Tag mit einem gemeinsamen Barbecue ausklingen. Hier konnte ich meine Mitlernenden und Berufsbildner in einer unkomplizierten Umgebung etwas besser kennenlernen.

Am Ende des Tages war ich etwas erschöpft von den vielen neuen Eindrücken, aber auch gespannt, was noch alles auf mich zukommen wird.

Tag 2 - Dienstag

Die Bonder

Am zweiten Tag stand das Produkt im Vordergrund. Es ist dies der "Die Bonder". Die Firma Besi Switzerland AG produziert Maschinen, mit welcher dann Chips für die Elektronikindustrie hergestellt werden können. Die Aufgabe der Maschine ist dabei, verschieden grosse Chips auf unterschiedliche Trägerplatten aufzutragen und zu befestigen. Die Maschine ist ein absolutes High Tech Gerät, welches mit hoher Geschwindigkeit und grosser Präzision arbeitet. Die Firma Besi Switzerland AG positioniert sich im weltweiten Markt als Leader in dieser Branche.

Eine weitere Maschine, die aktuell aber von der Besi Switzerland AG nicht mehr entwickelt wird, ist der Wire Bonder. Seine Aufgabe besteht darin, die Chips mit hauchdünnen Drähten zu verbinden.

Vorbereitung Präsentation

Neben den vielen verschiedenen Arbeitsmethoden (IPERKA, Mindmap, Brainstorming) die wir kennenlernen durften, hatten wir auch immer wieder Zeit unsere Präsentation für die alle eingeladenen Gäste (Lernende, Berufsbildner und Geschäftsleitung) vorzubereiten. In erster Linie ging es darum uns vorzustellen und die Theorie über Präsentationstechniken umzusetzen. Wie wir diesen Vortrag genau gestalten, wurde uns überlassen. Die freundliche Unterstützung von unseren Berufsbildnern und einem Lernenden half uns, ein gutes Produkt zu erarbeiten.

Tag 3 - Mittwoch

Präsentation

Nachdem uns am Morgen eine Einführung in die IT-Infrastruktur der Firma gegeben wurde, stand am Nachmittag die Präsentation an. Dies war wohl der Teil, bei dem wir alle am meisten aufgeregt waren. Es ging schliesslich darum, einen ersten guten Eindruck bei den Gästen zu hinterlassen. Durch die gute Vorbereitung die wir während den drei Tagen hatten, verlief dann schliesslich auch alles so, wie wir es uns vorgenommen hatten. Beim anschliessenden Apéro konnten wir dann zum ersten Mal die anderen Lernenden/Mitarbeiter der Firma kennenlernen.

Schlusswort

Es war eine sehr ereignisreiche, spannende, aber auch anstrengende Einführungswoche in der Firma Besi Switzerland AG. An Vieles muss man sich zuerst noch gewöhnen, um sich im Alltag eines Lernenden zurechtzufinden. Mit der freundlichen Unterstützung der Berufsbildner und auch allen anderen Mitarbeitenden, wird einem aber sicherlich vieles erleichtert. Ich freue mich auf die Zeit, die ich in dieser Firma verbringen darf, um viel Neues zu lernen. Darum möchte ich mich zum Schluss auch bedanken, dass mir die Chance geboten wird, hier meine Ausbildung zum Informatiker zu absolvieren.

Oktober 2013, Patrick Fellmann, Informatiker Way-Up 1.Lj

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