Ausbildungswoche 2011 "Technik verbindet"

Die diesjährige Ausbildungswoche war etwas Spezielles. Während den Herbstferien durften alle Lernenden aus dem ersten und zweiten Lehrjahr, begleitet von drei Ausbildungsverantwortlichen, fünf Tage lang durch drei verschiedene Länder reisen. Unser Thema war „Technik verbindet“. Passend dazu haben wir diverse Besuche bei anderen Firmen gemacht und technikbezogene Aktivitäten unternommen.

Das Programm

Am Montag besichtigten wir den Versuchsstollen Hagerbach (VSH). Dort hatten wir zuerst eine kleine Einführung in die Firma und ihre Ziele. Das Unternehmen hat das Ziel anderen Firmen Platz zur Verfügung zu stellen, wo sie Tests für den Tunnelbau machen können und sie dabei zu unterstützen. Dort hat jeder Kunde seinen eigenen Bereich, wo er bohren und sprengen kann, so viel er will. Ausserdem werden regelmässig Schulungen und Trainings im VSH durchgeführt. Es werden zum Beispiel Brandfälle in einem Tunel simuliert. Anschliessend machten wir uns auf den längeren Weg in unsere Unterkunft in Brixlegg (Österreich).

Am zweiten Tag besuchten wir die Kollegen aus unserer Schwesterfirma Datacon. Wir hatten ein straffes Programm, beginnend mit einer Einführung in die Firma und ihre Produkte. Danach wurden uns die einzelnen Abteilungen vorgestellt. Anschliessend stellten uns die Dataconlernenden ihr Bildungssystem vor und dann machten wir einen Firmenrundgang. Nach dem Mittagessen sahen wir eine Live-Demo der beiden Maschinen „2200 evo“ und der „8800 chameo“. Zum Abschluss von unserem Besuch stellten wir Lernenden von der Esec auch noch unser Firma und unser Ausbildungssystem vor.

Als Abwechslung zu dem vielen Zuhören und Schauen, war am Mittwoch eigentlich eine Biketour geplant gewesen. Da das Wetter aber nicht ganz mitspielte, entschieden wir uns stattdessen für eine Fuhrung durch das Schwazer Silberbergwerk. Um das Silberbergwerk besichtigen zu können, fuhren wir 800 Meter in den Berg hinein. Im Mittelalter war dies das grösste Bergwerk der Welt. Vor über 500 Jahren suchten hier über 10'000 Knappen nach Silber und Kupfer. Am Nachmittag gingen wir gleich nebenan ins Planetarium und schauten einen sehr interessanten Film über schwarze Löcher.

Am vierten Tag übten wir uns am Morgen, zusammen mit den Dataconlernenden, im Bogenschiessen. Dies war sehr lustig und einige von uns sind jetzt schon fast Profis. Dann stand eine längere Busfahrt nach München an. Dort hatten wir eine Führung in der BMW Welt, im BMW Werk und zum Schluss im BMW Museum. In der BMW Welt sind die neusten Autos ausgestellt. Es dient ebenfalls als Auslieferungszentrum. Das heisst, man kann dort seinen Neuwagen in einer einzigartigen Atmosphäre abholen. Im Werk wurde uns der Prozess gezeigt, wie ein Auto hergestellt wird. Zuerst sahen wir, wie die Karosserieteile mit Hilfe von Robotern miteinander verschweisst werden, dann wie das Auto lackiert wird, wie die Motoren zusammengebaut werden und den Motorenprüfstand haben wir ebenfalls gesehen. Zum Schluss besichtigten wir noch das Museum. Dort erfuhren wir unter anderem einiges über die Geschichte von BMW und die Entwicklung vom ersten Auto, bis hin zu den neusten Modellen. Die Firma wurde 1916 gegründet und beschäftigt heute weltweit über 90'000 Mitarbeiter.

Auch am letzten Tag unserer diesjährigen Ausbildungswoche beschäftigten wir uns noch einmal mit dem Thema „Technik verbindet“. Dazu reisten wir zurück in die Schweiz, nach Winterthur. Da besuchten wir das Technorama. Wir konnten uns frei im ganzen Museum bewegen und uns viele spannende Dinge ansehen und ausprobieren. Zum Beispiel hatte es eine Wärmebildkamera, mit welcher man sehen konnte, welche Teile des Körpers am wärmsten sind. Es gab auch viele optische Täuschungen. Diese waren ebenfalls sehr faszinierend. Mit über 500 Experimentstationen wird es hier auf jeden Fall keinem langweilig.

Die Abende

Dank dem Ressort „Abendprogramm“ war auch nach dem Abendessen jeweils für reichlich Unterhaltung gesorgt. Wir machten beispielsweise einen gemeinsamen Spieleabend und eine Fackelwanderung. An manchen Abenden spielten wir noch lange in die Nacht hinein. Entweder wurde gejasst, Monopoly gespielt, oder man hat sich mit anderen Spielen beschäftigt.

Die diesjährige Ausbildungswoche war sehr lehrreich und spannend. Wir hatten alle Spass und konnten uns gegenseitig besser kennenlernen. So gingen wir am Freitag Abend ein bisschen müde aber zufrieden nach Hause.

November 2011
Rico Hübscher, Konstrukteur 2.Lj